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Solare Produktionstechnik

Firmen wollen die Sonne speichern

Photovoltaikindustrie und Batteriehersteller entwickeln Akkus für Solarstrom.
Sonnenenergie vom eigenen Dach selbst nutzen – mit der geplanten Erhöhung der Eigenstromzulage wird dies für Verbraucher attraktiver. Die Industrie wittert einen neuen Massenmarkt: die Batterie für den Keller. Doch noch sind Speicher zu teuer.

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Die Hamburger Firma Conergy verkündete jüngst eine interessante Innovation: Sie will vom Sommer an ein Gerät anbieten, das Betreibern von Photovoltaik (PV)-Anlagen hilft, möglichst viel Solarstrom selbst zu verbrauchen. Die sogenannte Vision Box zeigt auf einem Bildschirm an, wie viel die PV-Anlage gerade produziert und der Haushalt im Vergleich dazu verbraucht. „Das System macht sichtbar, wann der Solarertrag am höchsten ist. Werfen Nutzer dann ihre Waschmaschine an, können sie ihren Eigenverbrauch um zehn Prozent steigern“, erklärt Conergy-Technikchef Tim Meyer.

Das Timing für die Markteinführung ist perfekt. Die Bundesregierung will solaren Selbstverbrauchern vom 1. Juli an einen Bonus von acht statt bisher 3,5 Cent pro Kilowattstunde (kWh) zukommen lassen. Das könnte den Absatz der Box kräftig ankurbeln. Der stärkere Eigenverbrauch, so Berlins Ansinnen, soll die Netze entlasten:  Wird mehr Sonnenstrom unmittelbar genutzt, muss weniger abtransportiert werden.
Die Solarindustrie sieht die neue Regelung als Türöffner für einen neuen Massenmarkt. Conergy entwickelt bereits Selbstnutzer-Pakete, die mit einer Lithium-Ionen-Batterie ausgestattet sind. Diese soll überschüssige Energie zwischenspeichern, um Hausgeräte auch nachts mit Solarstrom versorgen zu können. „Heute schon sind im Jahresschnitt 30 bis 35 Prozent Eigenverbrauch möglich, mit der Batterie werden es 60 bis 70 Prozent sein“, sagt Conergy-Technologe Armin Schmiegel. Der Akku werde etwa die Größe eines Computers und acht kWh Kapazität aufweisen. Das reiche, um bei vollständiger Ladung den kompletten Tagesbedarf einer Familie zu speichern.

 

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