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Solare Produktionstechnik
Chinesen erobern den Solarmarkt
Deutsche Solarhersteller geraten zunehmend unter Druck.
Bei den hiesigen Solarproduzenten wachsen die Sorgen: Die neue Bundesregierung will die Einspeisevergütung kürzen. Zudem wird die chinesische Konkurrenz immer stärker, produziert gute Qualität kosteneffizienter. Die Maschinen- und Anlagenbauer profitieren dagegen vom fernöstlichen Sonnenboom: Ihre Technik ist in China viel gefragt.
Der Politik gegenüber zeigt sich Frank Asbeck neuerdings ungewohnt entgegenkommend: Bis Mitte 2010 könne die im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) festgeschriebene Photovoltaik(PV)-Förderung um zusätzliche zehn Prozent gekürzt werden, sagt der Chef des Bonner Solarkonzerns Solarworld. Planmäßig wird die Vergütung zum Jahreswechsel für PV-Dachanlagen um neun und für große Freilandkraftwerke um elf Prozent sinken. Zum 1. April oder 1. Juli könne ein weiterer Schritt kommen, so Asbeck.
Grund für die plötzliche Kooperationsbereitschaft des Solarworld-Bosses: Die Kritik an den Solartarifen in Deutschland wächst und damit die Sorge, die neue CDU-FDP-Bundesregierung könnte die EEG-Förderung rigoros zusammenstreichen. Wegen Überproduktion und aggressiven Angeboten aus China sind Solarmodule seit Ende 2008 um 40 Prozent billiger geworden. Dagegen sank der Fördertarif für neue Anlagen auf Basis der im EEG eingebauten Degression 2009 „nur“ um acht bis zehn Prozent. Die Aussicht auf Traumrenditen hat in Deutschland zuletzt Massen von Investoren auf Dächer und ins Freiland getrieben.
Experten glauben daher, dass sich der deutsche Markt 2009 fast verdoppeln könnte. Drei Gigawatt (GW) Zubau lautet die Prognose des Berliner Marktforschers pvXchange, 2008 wurden hierzulande schätzungsweise 1,5 bis zwei GW Solarstromleistung installiert. Die krisengeplagten Hersteller profitieren vom Nachfrageboom: Im Sommer noch prall gefüllte Lager leeren sich, Linien laufen wieder.










