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Solare Produktionstechnik

Solarbranche baut auf Hocheffizienz

Mit wirkungsvolleren Modulen und sinkenden Preisen will die Fotovoltaikindustrie die Krise meistern. Die Maschinenbauer legen mit neuen Linien für Hochleistungszellen den Grundstein.

 
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Ist Winfried Hoffmann noch zu retten? Die Solarhersteller stecken in einer tiefen Krise, und der Präsident des Verbands der europäischen Fotovoltaikindustrie Epia prophezeit ihnen eine „aussichtsreiche Zukunft“. „Der Siegeszug der Fotovoltaik lässt sich nicht mehr stoppen“, sagt Hoffmann. Epias Prognose: Bei weiterer Förderung von Solarinstallationen und einfacheren Genehmigungsverfahren wird sich der Anteil der Sonnenenergie an der Stromversorgung in Europa bis 2030 auf 25 Prozent verzehnfachen.
Grund für großen Optimismus gibt es derzeit aber kaum. Chinesische Solarhersteller haben die Nachfrage total überschätzt und riesige Produktionskomplexe für Solarmodule aufgebaut. Nun sorgen massive Überkapazitäten dafür, dass die Preise schneller fallen als die Produzenten ihre Kosten senken können. Schrumpfende Margen haben bereits zahlreiche europäische Hersteller in die Insolvenz getrieben. Außerdem kürzen viele Länder mit Einspeisevergütung für Solarstrom wegen der hohen Förderkosten die Zuschüsse. In Deutschland zum Beispiel soll bei 52 GW installierter Gesamtleistung Schluss sein mit der Unterstützung. Da dieses Jahr bereits über 30 GW Gesamtinstallationen erreicht werden dürften, wird der Förderdeckel vermutlich noch vor 2020 greifen.
Dennoch ist für die Solarbranche nicht alles verloren. „Entscheidend sind jetzt kostensenkende Innovationen, mit denen die Firmen dem Preisverfall leichter trotzen können“, sagt Markus Fischer, Vizevorsitzender der Technologie-Roadmap Fotovoltaik (ITRPV), einer Arbeitsgruppe im europäischen Halbleiterverband Semi. Die Industrie hat sich daher zu raschen Neuerungen entschlossen und in der ITRPV ehrgeizige Ziel festgelegt: Bis 2020 soll der Wirkungsgrad kristalliner Siliziumzellen um drei Prozentpunkte auf bis zu 23 Prozent steigen. Dank des Effizienzgewinns und Siliziumersparnissen sinkt die Lernkurve der Fotovoltaik fortan schneller: Bisher fielen die Kosten um durchschnittlich 20 Prozent pro Jahr, künftig sollen Einsparungen von 29 Prozent erreicht werden.
 

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