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Solare Produktionstechnik

Dünnschicht Comeback anvisiert

Einst als Solartechnik der nächsten Generation gefeiert, steckt die Dünnschicht-Photovoltaik heute in der Krise. Fabriken schließen, weil die schlanken Stromgeneratoren ihren Kostenvorteil gegenüber den Siliziumzellen eingebüßt haben. Doch lassen bessere Produktionen und neue Konzepte einen Wiederaufschwung des einstigen Hoffnungsträgers erwarten.

 
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  Made in Asia: Dünnschichtriese First Solar lässt heute viele Module in Fernost fertigen. Sonst stimmen die Kosten nicht. (First Solar)
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Die Situation in der Photovoltaikindustrie bleibt angespannt. Hersteller von Dünnschicht- wie von kristallinen Modulen leiden unter dem weltweiten Überangebot, das die Preise unter das Niveau der Fertigungskosten absacken ließ. Außerdem ist der einstige Startvorteil der Dünnschicht, nicht auf kristallines Silizium als Halbleiter zurückgreifen zu müssen, verpufft. Silizium ist auf dem Spotmarkt billiger als je zuvor – die Industrie braucht daher im Augenblick keine alternativen Halbleiter und Fertigungsprozesse, um kosteneffizient Zellen herstellen zu können. Die Folge ist eine Insolvenzwelle, die erste Dünnschichtanbieter bereits im Jahr 2010 überspülte.

Selbst Marktführer First Solar ist ins Straucheln geraten. Er hat seine Produktion zurückgefahren und zieht sich allmählich aus Europa zurück. Mit seinen Modulen aus Cadmium-Tellurid war First Solar der Protagonist des Dünnschichtbooms in den Jahren 2008 und 2009 – kaum ein Großprojekt, das in diesen Jahren nicht mit Modulen der Amerikaner ausgestattet wurde. Doch die große Zeit der Dünnschichtkraftwerke ist vorerst vorbei. Nach einer aktuellen Studie der Bostoner Marktforschungsfirma GTM Research ist der Marktanteil der schlanken Stromgeneratoren seit 2009 um die Hälfte auf zehn Prozent zurückgegangen. Ihren Platz haben multikristalline Siliziumzellen eingenommen, die mittlerweile fast 60 Prozent des Solarmarkts abdecken.

 

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