Hauptinhalt dieser Seite

Sprungmarken zu den verschiedenen Informationsbereichen der Seite:

Sie befinden sich hier: Themen im Fokus. Solare Produktionstechnik.

Solare Produktionstechnik

Kosten fallen schneller als gedacht

pdf download
[406 kb]
PDF-Download

Solarmodule werden wegen des enormen Wettbewerbsdrucks rasant günstiger. Jetzt geraten auch die Preise für die übrigen Komponenten einer Solaranlage ins Rutschen. Es scheint, dass die Photovoltaik wesentlich schneller die angestrebten Kostenziele erreichen kann.

Fotostrecke zum Thema Kosten fallen schneller als gedacht

 
Fotostrecke ansehen

 

Wie teuer ist eine Photovoltaik (PV)-Anlage? Bisher ließ sich diese Frage leicht mithilfe einer Faustformel beantworten: Modulpreis pro Watt plus ein Euro pro Watt Systemkosten für Wechselrichter, Gestelle & Co. Modulpreise lassen sich schnell im Internet recherchieren. Im Dezember gab das PV-Handelsportal pvXchange Großhandelspreise von knapp 0,90 Euro pro Watt für kristalline Module aus chinesischer Produktion an, was nach der Formel bedeuten würde: Eine Solaranlage könnte mit diesen Paneelen für 1,90 Euro pro Watt fertig installiert auf heimische gelangen.

Ein Angebot, das schon bald wieder überholt sein dürfte, denn der Preisrutsch bei den Modulen ist derzeit enorm. Zu Jahresbeginn verkauften deutsche Hersteller ihre Ware noch für durchschnittlich 1,70 Euro pro Watt, chinesische für 1,47 Euro. Seitdem senkten die Produzenten ihre Preise um mehr als ein Drittel. Noch unglaublicher erscheint die Leistung der Industrie, wenn man auf das Jahr 2009 zurückblickt. Damals kostete eine PV-Anlage im Schnitt noch 4 Euro pro Watt. Das heißt, die Preise haben sich in nur drei Jahren mehr als halbiert.
Damit sinken die Durchschnittskosten der PV viel schneller als gedacht. Der Bundesverband Solarwirtschaft hatte in seiner Roadmap für die deutsche Solarindustrie im Jahr 2010 noch das Ziel definiert, bis 2020 durchschnittliche Systempreise von 1,40 Euro zu realisieren. Diese Annahme ist viel zu konservativ und längst von der Realität überholt. „Schon 2012 werden Systeme für 1,50 bis 1,70 Euro pro Watt erhältlich sein“, sagt der Analyst Dirk Morbitzer vom US-Marktforscher Renewable Analytics.

 

Weitere Informationen und Funktionen