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Solare Produktionstechnik

Modulrecycling wird Pflicht

Weil sich die Solarfirmen nicht auf ein Konzept für ein freiwilliges Modulrecycling einigen konnten, brummt ihr die EU jetzt die gefürchtete Abfallvorschrift WEEE auf. Sie verpflichtet sie zu hohen Rücklagen für das Sammeln und Wiederverwerten der Paneele und ist mit großem administrativen Aufwand verbunden.

 

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Im Jahr 2007 herrschte in der Photovoltaik (PV)-Branche noch großer Idealismus. Seinerzeit verständigten sich die Hersteller auf dem Photovoltaics Fab Managers Forum in Leipzig darauf, höhere Umweltstandards und emissionsarme Linien einzuführen. Und als wenige Monate später die Recycling-Organisation PV Cycle gegründet wurde, traten ihr sofort über 100 Unternehmen bei. Sie wollten Verantwortung für den Müll übernehmen, zu dem auch ihre Produkte nach 25 bis 30 Jahren werden. Deshalb sollten die Solarmodule nach Ablauf ihrer Lebenszeit freiwillig eingesammelt und wiederverwertet werden.

Leider ist die grüne Vision in weiter Ferne gerückt. Statt PV-Boom sinkt die Nachfrage, statt in grüne Solarwerke zu investieren, herrscht bei den Herstellern Sparzwang. Auch bei PV Cycle hakt es: Statt selbstbestimmt recyceln zu können, will die EU der Solarindustrie die europäische Elektroschrottrichtlinie WEEE (Waste Electrical and Electronic Equipment Directive) aufbrummen. Gerade diesen Regelwust wollte die Branche wegen seines immensen administrativen Aufwands unbedingt verhindern. Doch Brüssel ist fest entschlossen: „Die EU-Gremien sind sich einig: Module sollen künftig unter die WEEE fallen“, sagt Oliver Schäfer, Direktor Marktentwicklung des US-Herstellers Sunpower. Er erwartet, dass die Gesetzesnovelle bereits im Frühjahr 2012 verabschiedet wird.

 

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