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Solare Produktionstechnik

Flaute auf der Fläche

Photovoltaik (PV)-Großprojekte werden sich in Deutschland 2011 nur noch schwer realisieren lassen. Die Solarstromförderung sinkt drastisch, Freilandanlagen auf dem Acker erhalten seit dem Sommer sogar gar keine Vergütung mehr. Die Projektentwickler drängen mit ihren Kraftwerken daher auf große Dächer und ins Ausland.

Der Photovoltaik (PV)-Großhändler und Projektentwickler Phoenix Solar kehrt Deutschland den Rücken. Bisher verkaufte die Firma aus Sulzemoos in Bayern ihre Solarkomponenten und -kraftwerke fast nur auf dem deutschen Markt. Weil sie wegen der starken Einschnitte bei der Solarstromförderung vorerst nicht mehr an ein weiteres Wachstum der hiesigen PV-Nachfrage glaubt, treibt sie nun ihre Internationalisierung voran.
„Unsere Schwerpunkte sind derzeit Frankreich und Italien, da sich dort aufgrund höherer Einstrahlungswerte und besserer Fördersätze höhere Renditen erwirtschaften lassen“, sagt Investor Relations-Managerin Anka Leiner. Der Mittelmeer-Schwenk zahlt sich aus: „Wir haben im Juli und August Aufträge für die Planung und Realisierung von zwei Solarparks in Italien und der Slowakei erhalten“, erklärt Leiner.

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Wie Phoenix richten sich momentan viele deutsche Projektentwickler neu aus. Diese Firmen suchen und sichern Flächen, errechnen die Wirtschaftlichkeit, besorgen Baugenehmigungen, kümmern sich um die Finanzierung und planen die Anlage. Das machen sie für kleine Solardächer wie für riesige Megawatt (MW)-Parks. Bisher lief das Geschäft blendend, weil sich dank sinkender Modulpreise bei großzügiger Förderung viele Investoren fanden. Doch diese dürften nun vor allem bei Großprojekten zurückhaltender sein. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) schlägt bei Freilandanlagen noch unerbittlicher zu als bei den Dachinstallationen: Allein 2010 sind die Fördertarife in diesem Segment um insgesamt bis zu 26 Prozent gesunken, am 1. Januar 2011 fällt die Vergütung um weitere 13 Prozent. Konsequenz: Betreiber müssen geringere Renditen in Kauf nehmen, die Nachfrage sinkt und die Erträge der Firmen schrumpfen. „Die Margen für alle Beteiligten werden sinken“, prophezeit Ralph Schemmerer, Finanzvorstand des Systemanbieters Gehrlicher Solar.

 

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