Schulterschluss mit der Photovoltaik
Glas- und Solarbranche beschließen zur solarpeq/glasstec eine intensivere Zusammenarbeit.
Glas- und Solarindustrie könnten stark voneinander profitieren, doch haben sie bisher nicht recht zusammengefunden. Die solarpeq, die neue Schwestermesse der glasstec, ebnet nun den Weg für engere Kooperationen und Synergien.
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Gelungenes Debut: Die solarpeq, die dieses Jahr erstmals stattfand, war ein voller Erfolg. Zahlreiche Besucher kamen.
(Bild: Messe Düsseldorf)
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Hightech live: Grenzebach präsentierte in Düsseldorf gleich mehrere neue Maschinen für die Produktion von Dünnschichtmodulen. Hier hievt ein Roboter ein Glas hoch, ohne es zu berühren.
(Bild: Messe Düsseldorf)
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Biegsame Module: Lisec aus Österreich packt Paneele zwischen zwei nur zwei Millimeter dünne Glasscheiben. Deshalb sind sie nahezu unzerstörbar.
(Bild: Messe Düsseldorf)
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Verkaufsschlager: Glaswalzanlagen von Fickert + Winterling sind derzeit viel gefragt. Die Firma exportiert vor allem nach China.
(Bild: Messe Düsseldorf)
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Gespanntes Zuhören: Auf der solarpeq-Konferenz „Solar meets Glass“ verabredeten die Solar- und die Glasbranche, künftig enger zu kooperieren. Fast 200 Teilnehmer waren dabei.
(Bild: Messe Düsseldorf)
Glasproduktion ist ein hartes Geschäft: Bei mehr als 1.000 Grad Celsius Hitze werden Sand, Kalk, Soda und Scherben eingeschmolzen, bevor sie beispielsweise zu Fenstern, Flaschen und Industrieglas verarbeitet werden. Eine solche Industrie mag gar nicht so recht zur filigranen Photovoltaik (PV) passen – sollte man zunächst meinen. Doch Glas ist ein Schlüsselprodukt für die Solarenergie: Immer häufiger landen dünne Scheiben in PV-Anlagen auf Hausdächern. Umgekehrt profitiert die Glasindustrie vom Solarboom. Denn während das Geschäft mit Verpackungsglas kaum noch wächst, zieht der Solarglasabsatz kräftig an. „Die Nachfrage aus der Solarindustrie verhilft manchen Glasmaschinenbauern zu einer kleinen Sonderkonjunktur“, sagt Bernd-Holger Zippe, Chef von Zippe Industrieanlagen und Vorsitzender des VDMA-Forums Glastechnik.
Die solarpeq, die vom 28. September bis 1. Oktober erstmals parallel zur weltweit bedeutendsten Messe der Glasbranche, glasstec, stattfand, trägt der zunehmenden Bedeutung der Solartechnik für die Verarbeitung von Glas Rechnung. Bereits der Auftakt der Messe legte den Grundstein für eine engere Kooperation der beiden Branchen: Auf der solarpeq-Konferenz „Solar meets Glass“ verabredeten führende Vertreter der Industrien, eine gemeinsame Roadmap für Produkte und Anwendungen zu definieren – das wäre ein entscheidender Schritt für weitere Innovationen und Kostensenkungen. Entsprechend zufrieden äußerte sich Hans Werner Reinhard, stellvertretender Geschäftsführer der Messe Düsseldorf, nach dem Event: „Wir haben ein wichtiges Etappenziel erreicht: Die Glas- spricht mit der Solarindustrie.“ Nun müsse der Dialog intensiviert werden. „Wir werden mit weiteren Veranstaltungen helfen, dass das gelingt“, kündigte Reinhard an.