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Solare Produktionstechnik
Dünne Paneele bekommen Probleme
Der schnell sinkende Preis für Siliziummodule besorgt die Dünnschichthersteller.
Die Dünnschicht gerät unter Druck: Besonders Module aus Dünnschichtsilizium ließen sich, so die Vorstellung, viel kosteneffizienter herstellen als die dicken kristallinen. Doch die Technik hinkt weit hinter ihren Effizienz- und Kostenzielen her. Dagegen entwickeln sich bei der kristallinen Konkurrenz Innovationen rascher als gedacht.
Sunfilm und Signet Solar haben viel gemeinsam: Sie tragen die Sonne im Namen, wurden 2006 gegründet und traten an, um mit Modulen aus Dünnschichtsilizium die Solarstromkosten deutlich zu senken. Und beide Firmen meldeten im Frühjahr Insolvenz an.
Dabei begann alles so vielversprechend. 2006 waren die klassischen Siliziummodule wegen den hohen Siliziumkosten noch sehr teuer. Neueinsteiger hatten vermeintlich leichtes Spiel: Sie mussten nur den massiven Halbleiter durch einen billigeren Absorber ersetzen. Vor allem die Siliziumdünnschicht schien da wie gerufen: Sie beansprucht hundertmal weniger Silizium als kristalline Module und lässt sich daher viel kosteneffizienter herstellen. Amorphes Silizium (a-Si) wird bei knapp 200 Grad aufgetragen, für waferbasierte Zellen müssen Öfen dagegen stundenlang auf 1500 Grad kacheln, was weit mehr Energie verschlingt. Die Siliziumdünnschicht lockte darum viele Neueinsteiger. Maschinenbauer wie Oerlikon oder Applied Materials boten schon früh vollständig ausgestatte Produktionslinien für a-Si-Module an. Und sie versprachen niedrige Fertigungskosten: Auf ihren Linien sollte das Watt 2010 schon zwischen 0,70 bis 0,85 Dollar produziert werden. Bei solch verlockenden Versprechen zeigten sich Kreditgeber generös und unterstützten viele neue Dünnschichtproduzenten. Branchenkenner wie Arnulf Jäger-Waldau warnten davor, dass aufgrund des Expertenmangels Kapazitäten aufgebaut würden, die von vornherein zum Scheitern verurteilt seien.










