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Solare Produktionstechnik

Röttgen zückt den Rotstift

Bundesumweltminister Norbert Röttgen will die Solarvergütung deutlich kürzen.

Der Photovoltaikboom in Deutschland könnte schon bald enden. Zum April sollen die Förderhilfen für Sonnenstrom einmalig um 15 bis 25 Prozent sinken. Die Hersteller sind entsetzt – und warnen vor Pleiten, drohen mit Abwanderung. Die Zulieferer sehen dagegen weiter gute Wachstumschancen.

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Selbst aus den Vereinigten Arabischen Emiraten kommen Drohungen. Rainer Gegenwart, Chef des Solarproduzenten Masdar Photovoltaics (PV), erklärte jüngst in Abu Dhabi: Er werde sich nicht für den Ausbau des neuen Masdar-Werks in Ichtershausen bei Erfurt stark machen, falls die Bundesregierung bei ihrer Absicht bleibe, die Einspeisevergütung für Solarstrom im April um rund 15 Prozent abzusenken. Gegenwart echauffiert sich über den Gesetzesplan von Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) zum Abbau der Photovoltaik(PV)-Förderung. Ursprünglich wollte Masdar PV die Kapazität seiner thüringischen Dünnschichtfertigung von 210 Megawatt (MW) in Abhängigkeit von der Marktentwicklung zweimal verdoppeln. Stattdessen könne auch in den Vereinigten Staaten ein neues Werk gebaut werden, so Gegenwart.

Der Solarmanager wird die Suche nach einem geeigneten Standort wohl bald intensivieren müssen. Denn im Kern sind sich die Fraktionen einig: Die Solarvergütung soll durch Neuregelung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) deutlich gesenkt werden, um Verbraucher zu entlasten. Konkret will Röttgen die Einspeisevergütung für Dachanlagen ab April und für Freilandkraftwerke ab Juli zusätzlich um 15 Prozent auf 33 Cent pro Kilowattstunde (kWh) senken. Der stark gewachsene und umstrittene PV-Einsatz auf Ackerflächen soll stärker gebremst werden: Hier schlägt Röttgen eine einmalige Kürzung um 25 Prozent vor.

 

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