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Solare Produktionstechnik
Zu wenig Geld für Innovationen
Bei deutschen Solarherstellern könnte der technische Forschritt ins Stocken geraten.
Die internationale Konkurrenz läuft den deutschen Photovoltaikherstellern technologisch den Rang ab. Schnelle Kostensenkungen in der Produktion von Solarzellen könnten die drohende Zweitklassigkeit abwenden. Doch in Zeiten harter Preiskämpfe bleiben den Firmen kaum Mittel für Forschung und Entwicklung.
Einen klaren Kurs fährt die Bundesregierung bei der Solarpolitik nicht: Erst verschärft sie durch eine schnellere Absenkung der Solarstromförderung die Wettbewerbsbedingungen für die deutsche Photovoltaik (PV)-Industrie, dann will sie die Folgen durch eine höhere Forschungsförderung mildern. 100 Millionen Euro zusätzlich sollen die Firmen bis 2013 für Forschung und Entwicklung (F&E) erhalten, sofern sie bis dahin selbst 500 Millionen Euro in technische Verbesserungen investieren. 50 Millionen Euro kommen aus dem Forschungsministerium (BMBF), die andere Hälfte steuert das Umweltministerium (BMU) bei. „Der strukturelle Umbruch des globalen PV-Marktes gefährdet die Technologie- und Marktführerschaft deutscher Anbieter“, sagt Ullrich Bruchmann vom Forschungsreferat Erneuerbare Energien im BMU. Deshalb wolle die Bundesregierung den anstehenden Umstrukturierungsprozess durch F&E-Angebote flankieren. Bisher stellen BMU und BMBF pro Jahr 60 bis 80 Millionen Euro für die PV-Forschung bereit.
Dass die Solarfirmen derzeit Hilfe brauchen, hätte man nicht erwartet. Die PV ist nach der Krise schnell wieder in Schwung gekommen. „Für 2010 rechnen wir mit mindestens 50 Prozent Wachstum“, sagt Carsten Körnig, Geschäftsführer des Bundesverbands Solarwirtschaft (BSW). Die große Nachfrage sorgt bereits für Engpässe. Weil Wechselrichter fehlen, müssen Kunden oft mehrere Monate auf ihre Solaranlage warten.










